DIE GESCHICHTE VON „EMRA & DABO“

„WENN NICHTS SICHER IST, IST ALLES MÖGLICH.“

 

Äthiopien – 2008. Fernab der modernen, westlichen Welt verbindet eine starke Freundschaft die beiden zwölfjährigen Emra und Dabo. Gemeinsam wachsen die Jungs in dem kleinen Dorf Ganda Abdi auf, bis sich eines Tages durch ein einziges Foto nicht nur ihre Freundschaft, sondern auch ihre Einstellung zum Leben entscheidend verändert. Der Weg der zwei besten Freunde trennt sich, als Emra sein Dorf verlässt, um in der Hauptstadt Addis Abeba in den Besitz einer Fotokamera zu gelangen. Dabo bleibt, mit dem Ziel sich zu einem erfolgreichen Marathonläufer zu entwickeln, zurück. Als 18 jähriger qualifiziert er sich für die Vorauswahl der äthiopischen Läufernationalmannschaft und er wird in die Hauptstadt Addis Abeba berufen, in der schon sein Freund Emra sein Glück suchte. Dort erfährt Dabo, dass der im Dorf tot geglaubte Emra als Straßenkind aufwuchs und begibt sich auf die Suche nach ihm. Eine Suche, bei der die Zuschauer in eine Welt eintauchen, die von der Frage nach wahrer Freundschaft, innerer Stärke und der Bedeutung des eigenen Schicksals bestimmt wird.

„EMRA & DABO“ ist die Geschichte einer Freundschaft - Ein lebensbejahender und authentischer Film, inspiriert von wahren Ereignissen, der auf gesellschaftskritische Art und Weise zeigt, dass alles möglich ist, wenn nichts sicher ist.

 

PRODUKTIONSDATEN

 

  • Internationaler Kinospielfilm
  • Genre: Abenteuer / Drama
  • Spiellänge: 110 Minuten
  • Sprache: Amharisch und Oromiffa (Nationalsprachen Äthiopiens)
  •                 Sprachfassung auf Deutsch und Englisch
  • FSK: ab 12 (angestrebt)
  • Drehort: Äthiopien
  • Fertigstellung: Januar 2017

HINTERGRUND

 

Die Geschichte von EMRA & DABO ist auch die Geschichte von Jan Philipp Weyl. Aufgrund seines ehrenamtlichen Engagements für die Stiftung „Menschen für Menschen - Karlheinz Böhms Äthiopienhilfe“ wird er im März 2005 vom Namensgeber persönlich zu einer zwölftägigen Reise zu den Entwicklungsprojekten nach Äthiopien eingeladen. Die Impressionen des Aufenthaltes sind so eindringlich, dass Jan Sie in seinem Exposé zu dem Kinospielfilm „EMRA & DABO“ festhält. Zur Drehbuchentwicklung reist er im Januar 2008 erneut in das Land, welches ihn nicht mehr loslässt. Aus den geplanten sieben Wochen Aufenthalt werden neun Monate.

„Viele Inhalte des Drehbuches entstammen meinen direkten Erfahrungen und sind so authentisch wie möglich übernommen worden. Vor einigen Jahren war ich der Mann aus der westlichen Welt, der zwei Jungs aus dem Dorf Ganda Abdi fotografierte und ihnen ihr Abbild auf dem Display meiner Kamera zeigte. Es war unfassbar zu sehen, wie beide den jeweils anderen erkennen und erst dann sich selbst. Ihre Faszination und ihr Enthusiasmus über die Magie ihres eigenen Abbildes war schlichtweg unbeschreiblich. Es war ein Eindruck, der mich nicht mehr losgelassen hat und der mich auf die Idee für das Drehbuch von „EMRA & DABO“ brachte.“

Es folgen weitere prägende Eindrücke: Jan lernt die Staatssprache Amharisch, lebt für vier Wochen mit Kindern und Jugendlichen in den Straßen von Addis Abeba und für zwei Wochen in den Lehmhütten des Dorfes von Emra und Dabo, Ganda Abdi. Er trainiert zusammen mit professionellen Langstreckenläufern und erlebt in Gesprächen mit ihnen die Begeisterung hinter dem Sport, insbesondere ihre Hoffnung auf eine internationale Karriere. Während seiner Reise lernt er seine heutige Ehefrau, „Tsegi“ kennen.

Jedoch ist es der Moment, in dem Kinder des Dorfes vor seiner Kamera posieren. Auf dem Gerät aus der westlichen Welt zeigt er ihnen, was sie so noch nie zuvor gesehen haben: Ihr eigenes Abbild. Durch dieses prägende Erlebnis wird Jan zum Drehbuchautor und Regisseur, zwei Kinder aus Ganda Abdi und weitere Einheimische werden zu Schauspielern von „EMRA & DABO“.

„Ich möchte mit dem Film zeigen, dass unabhängig von Lebensort und sozialen Umständen es zu den wichtigsten Aufgaben eines Menschen gehört, ein Ziel oder ein Ideal zu verfolgen. Wer danach mit aller Kraft und Mut strebt wird seine persönlichen Erfolge erleben. Wenn ich keinen Lebenstraum habe, für den ich gewillt bin alles zu tun, wofür lohnt es sich dann zu leben?“

 

Die Besonderheit dieses Projektes und aller Beteiligten blieb auch dem Filmemacher Roman Toulany nicht verborgen. Der Einsatz und Wille aller Beteiligten die Geschichte von EMRA & DABO zu verfilmen veranlasste ihn dazu, die Entstehung des Filmes seit Drehstart in Äthiopien in einem Dokumentarfilm festzuhalten.